Ausgeflippt

Wer in der Natur fotografiert, braucht mitunter (nebst Glück) eine grosse Portion Geduld. Ich war mit meinem Sohn Dave unterwegs um ein paar Nebelbilder zu schiessen. Irgendwann merkten wir, dass die Sonne stärker durch den Nebel kommt, als noch vor einer halben Stunde. Wir kamen an diese Stelle, wo der Weg einer Art Mulde folgt und die Bäume etwas weniger dicht standen.

Wir beschlossen, ein bisschen zu warten, in der Hoffnung, dass die Sonne über den Nebel siegt und hier ihre Strahlen durch die Baumwipfeln auf den Weg fallen. Wir warteten zehn Minuten, eine Viertelstunde, zwanzig Minuten. Nach dreissig Minuten (viel länger hätten wir nicht mehr gewartet, es war nämlich bitterkalt) geschah es fast plötzlich. Der Nebel lichtete sich weiter und die Sonne kam durch.

Wir haben geknipst wie die Irren. Und Dave war voll aus dem Häuschen und sprang mir voll Übermut vor die Kamera. Ich hatte dann das bereits beschriebene nötige Quentchen Glück und erwischte ihn mitten im Sprung. Auch wenn’s vielleicht naheliegend wäre, Dave hat diesen Sprung nicht mehrmals gemacht. Ich habe ihn per Zufall wirklich gleich so erwischt.

Jetzt ist das Bild weder ein Naturbild noch ein Portrait oder so. Aber es ist ein Bild mit grossem Erinnerungswert. Ein Mix aus geduldigem Abwarten und spontanem Schnappschuss. Irgendwie auf seine Art einzigartig.

Die volle Auflösung gibt’s bei Flickr. 

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